Böwe Bell & Howell

Böwe Bell & Howell

Wenn ein Augsburger Hersteller von Hochleistungs-Kuvertierungsmaschinen mit einem amerikanischen Mikrofilm-Kamerahersteller fusioniert, dann wird daraus Böwe Bell & Howell.

Die Böwe Systec hat ihren Sitz in Augsburg, wo sie 1945 als Böwe Maschinenfabrik in einem ehemaligen Kuhstall gegründet wurde. Ihren Namen hat das Unternehmen von den Nachnamen der beiden Gründer, Max BÖhler und Ferdinand WEber.

Das Unternehmen war schon immer sehr innovativ und setzte stets auf fortschrittliche Technologien. Im den 70er Jahren wurde Böwe Systec weltweit für seine fortschrittlichen Kuvertierungssysteme bekannt. Das Unternehmen entwickelte die schnellste Kuvertierungsmaschine der Welt, mit der schon damals pro Stunde 12.500 Sendungen kuvertiert werden konnten. Nach wie vor ist Böwe Systec der Big Player am Markt der weltweiten Kuvertierungslösungen, heute erreichen die schnellsten Maschinen 25.000 Sendungen pro Stunde.

Im Jahr 1992 ging das Unternehmen an die Börse, seine Aktien wurden sowohl an der Frankfurter Börse als auch an den Börsen in Stuttgart, München, Berlin, Hamburg und Düsseldorf gehandelt, wobei die Aktien im CDAX gelistet waren.

Doch nicht nur im bayrischen Augsburg beschäftigte man sich seit vielen Jahren damit, wie man die Briefkuvertierung und den -versand noch effizienter gestalten konnte, sondern auch im amerikanischen Illinois, wo das Unternehmen Bell & Howell seinen Sitz hatte. Das Unternehmen, das ursprünglich vor allem Abspielgeräte für Mikrofilme entwickelte und produzierte, war ebenfalls ein Big Player am weltweiten Markt von Kuvertierungsmaschinen.

Grund genug für Böwe, mit dem einstigen Mitbewerber zu fusionieren. So wurden im Jahr 2003 fünfzig Prozent des amerikanischen Unternehmens Bell & Howell gekauft, zwei Jahre später wurde Bell & Howell dann komplett aufgekauft. Fortan firmierte das Unternehmen unter dem Namen Böwe Bell & Howell und ist seither absoluter Weltmarktführer in Hochleistungs-Kuvertierungssystemen.

Am europäischen und japanischen Markt tritt das Unternehmen nach außen nach wie vor unter Böwe Syntec auf. Eigentümer ist seit dem Jahr 2010 die Lübecker Possehl-Gruppe.

Das Leistungsspektrum der Böwe Systec umfasst

  • Kuvertiermaschinen
  • Kartenlogistik und Kartenversand für Plastikkarten
  • Sortiermaschinen für Brief- und Mischpost
  • Sortieranlagen für Pakete und Päckchen
  • Sortiermaschinen für die Intralogistik
  • Serialisierungssysteme für die Pharmaindustrie, Radonmessung.de und Verpackungen

In der heutigen Zeit bestehen Versandlösungen nicht mehr nur aus mechanischen Komponenten, die Automatisierung nimmt einen immer größer werdenden Stellenwert ein. Böwe Systec bezeichnet sich nicht zu Unrecht als führender Anbieter für intelligente Automatisierungssysteme, die Arbeits- und Produktionsabläufe für die verschiedensten Branchen optimieren können.

Nicht nur bei klassischen Anwendungen wie dem Rechnungsversand, sondern auch beim Versand von unterschiedlichsten Werbemailings bietet Böwe Systec gut durchdachte Lösungen. Seitdem der Onlinehandel so massiv zugenommen hat, suchen Unternehmen immer stärker nach effizienten Lösungen für die Intralogistik und den Paketversand. Böwe Systec hat sich auch hier zu einem starken Partner für den Handel entwickelt.

Böwe Systec ist mittlerweile auf der ganzen Welt vertreten, mit 20 Tochtergesellschaften und rund 50 Generalvertretungen ist das Unternehmen mit seinen Versand- und Logistiklösungen auf dem ganzen Globus vertreten.