Reisebranche unter digitalem Druck

Reisebranche unter digitalem Druck

Kaum eine andere Branche steht unter einem so großen Druck was die digitale Transformation angeht wie die Reisebranche. Immer mehr Reisebüros schließen, weil Kunden sich Flüge und Hotels im Internet buchen. Die Branchenriesen haben versucht, zu reagieren und einige der Plattformen aufgekauft oder sich an ihnen beteiligt. Heute gehen 87 Prozent der unter 34jährigen nicht ins Reisebüro, sondern zu Facebook, wenn sie mal wegwollen.

Allerdings ist kaum damit zu rechnen, dass sie Digitalisierung bei Flügen und Hotels stehenbleibt. In den Fernreisezielen kommen immer neue Plattformen auf, bei denen man sich vor Ort eine Tour buchen kann. Der klassische Reiseführer vor Ort kann heute auch über eine App kontaktiert werden und auch das Überlandbusticket gibt es als QR-Code.

Gerade chinesische Touristen, die über Alipay gewöhnt sind, bargeldlos über eine App zu bezahlen, machen auch auf Restaurants und Touristenattraktionen Druck, sich digital anzupassen. Dass mich heute Google informiert, wenn ein Flug zu spät ist und nicht die Fluggesellschaft zeigt, dass hier noch einiger Nachholbedarf vorhanden ist.

Größtes Problem wird sein, die Kundenloyalität zu halten und Angebote der Reiseunternehmen so zu individualisieren, das sich ein deutlicher Vorteil gegenüber einer selbstorganisierten Reise ergibt.