IoT: Herausforderung für die IT

IoT: Herausforderung für die IT

Das Internet der Dinge schafft die letzte Hürde zu einer digitalen Welt ab, den Hauseingang. Alles ist vernetzt, alles produziert Daten. Für die IT Branche stellt das aber gigantische Herausforderungen dar, und zwar aus mehreren Gründen.

Infrastruktur
Wenn irgendwann jedes Haushaltsgerät eine IP-Adresse hat und Daten überträgt, braucht es eine Infrastruktur, die diese Mengen aufnehmen und verarbeiten kann. Und es braucht gigantische Backup- und Redundanzsysteme. Eine neue digitale Rettungseinheit wird entstehen, die wie die Feuerwehr ausrückt, wenn es Probleme im Datennetz gibt. Um die Welt weiter und besser zu vernetzen, werden „bald Unterseekabel nicht“ (http://www.sueddeutsche.de/digital/internet-das-schnellste-unterseekabel-der-welt-ist-verlegt-1.3678434) mehr ausreichen. Stattdessen werden sich IT-ler mit dem Betrieb von Satelliten und von Ballons beschäftigen müssen, die mit Hochleistungsroutern und -antennen ausgestattet sind und das Internet aus dem Himmel auf Erden bringen.

Sicherheit
Die größte Herausforderung liegt aber in der Sicherheit der Daten. Das IoT macht es Dieben viel einfacher einen digitalen Einbruch vorzunehmen – oder gar einen echten Einbruch, wenn man die Kamera hacken kann und sehen kann, dass niemand zu Hause ist. die Überwachung seitens staatlicher Organe wird stärker werden, es braucht keinen Hausdurchsuchungsbefehl mehr, wenn man per Computer eindringen kann. Statt Schubladen herauszuziehen und Betten umzudrehen werden Ermittler den Router und die Backups mitnehmen. Aufgabe der IT wird zunehmen sein, sowohl gesetzestreu als auch im Sinne der Kunden zu arbeiten, die nicht jeden wissen lassen wollen wann sie nachts das Licht ausschalten und welche Sendungen sie gestern im Fernsehen gesehen haben. Schon jetzt ist digitale Sicherheit auf dem Programm der meisten Hochschulen und im IT Bereich wird das einer der am besten bezahlten Berufe werden.

Miniaturisierung
Im Bereich Hardware ist es nur eine Frage von Jahren bis das Moorsche Gesetz abgelöst wird und durch neue Prozessorentechniken ersetzt werden wird. Das bedeutet eine weitere Miniaturisierung von Geräten. Das „Smartphone der Zukunft“ (https://www.computerwoche.de/a/sieht-ihr-smartphone-2027-so-aus,3331491) ist integriert in andere Gegenstände wie Brillen und Uhren oder Jacken und Hemden. Displays werden hochflexibel und superdünn, können zusammengerollt werden und wie Poster aufgeklebt werden, bei minimalen Kosten und Stromverbrauch. Eine neue Generation von Ingenieuren wird im Mikrobereich arbeiten, Geräte werden schon als Prototypen unter dem Mikroskop oder auf dem Rechner entwickelt und über einen 3D-Drucker ausgedruckt. Dank neuer Materialen wird fast alles reproduzierbar und individualisierbar werden. Schon jetzt kann man Materialien drucken die fast so hart wie Stahl sind.