Digitalisierung im Maschinenbau

Digitalisierung im Maschinenbau

Die deutschen Maschinenbauer waren und sind der Motor der die deutsche Wirtschaft voranbringt. Sie sind meistens als größere Mittelstandsfirmen organisiert und haben eine globale Ausrichtung. Schon alleine deswegen müssen sie ständig innovativ sein, um vor allem der immer stärker werdenden Konkurrenz aus Asien Paroli bieten zu können. Mit der Digitalisierung kommt aber eine Herausforderung, die sich nicht auf Produkte und Märkte alleine bezieht, sondern zu einem großen Teil auch auf die innere Organisation. Wie gut sind die Maschinenbauer aber vorbereitet?

Glaubt man einer Studie von VDMA und McKinsey, dann sieht die Lage gut aus. Der Maschinenbau wächst, langsam aber stetig. Die Unternehmen selbst sehen die Herausforderung der digitalen Transformation. Man geht davon aus dass es neue Geschäftsmodelle geben wird, die nur auf Daten basieren und dass diese bis zu zehn Prozent des Umsatzes ausmachen können. Beispiel sind neue Wartungsverträge die eine Fernwartung noch einfacher machen, mit denen man aber auch Produkte an neue Prozesse anpassen kann. Gerade im Bereich Diagnose sehen die Maschinenbauer noch einen großen Markt, selbst wenn es nicht die eigenen Maschinen sind die untersucht werden.

Manche haben keine Digitalstrategie
Die Zeit spielt eine große Rolle. Je schneller die Firmen transformiert werden umso weiter vorne sind sie gegenüber ihren Mittbewerbern. Noch sind die Prozentzahlen derer, die digitale Umsätze machen gering, aber Wirtschaftsexperten gehen davon aus, dass das schnell ändern wird. Nach Umfragen hat ein Drittel der europäischen Maschinenbauunternehmen noch keine digitale Strategie entwickelt oder gar umgesetzt. Jedes zweite Unternehmen ist sich aber bewusst, dass Softwarekenntnisse in Zukunft ein wesentliches Einstellungsmerkmal für Ingenieure werden wird – wenn es das nicht sogar bereits ist.

Etwa 40 Prozent glauben, dass die Digitalisierung den größten Einfluss auf die Organisation haben wird, ein Wert, der manche Experten die Stirn runzeln lässt, denn er bedeutet auch, dass 60 Prozent dies nicht so sehen. Es wird sich zeigen, ob diese Einstellungen sich im Laufe der Jahre verändern werden können. Was aber in allen Befragungen herauskommt ist, dass Agilität gefragt sein wird. Das bedeutet, dass man extrem flexibel sein muss was sich verändernde Rahmenbedingungen und Märkte betrifft. Und zu diesen Veränderungen gehört auch das digitale Umfeld. Hilfreich können Projekte wie der Preis des VDMA Fachverband Software und Digitalisierung sein, der Softwareprojekte im Bereich der Digitalisierung im Maschinenbau auszeichnet und damit den Nachwuchs schon auf die richtige Spur bringt.

Ein Beispiel wird der Markt für elektrisch angetriebene Geräte sein: Man kann davon ausgehen dass neue Firmen auf den Markt der Shuttle und Roboter drängen werden und Maschinen brauchen, die diese Produkte zuverlässig in Massen anfertigen können. Für die Maschinenbauer auch deshalb keine leichte Aufgabe, weil sie jetzt noch gar nicht wissen, welche Produkte es in naher Zukunft geben wird. Umso wichtiger dürfte es sein, sich jetzt schon intensiv mit dem Thema zu beschäftigen und sich entsprechend aufzustellen.